In Kürze: At-Zeichen
Das At-Zeichen, grafisch als „@“ dargestellt, ist ein weit verbreitetes Sonderzeichen, das vor allem in E-Mail-Adressen und sozialen Medien verwendet wird. Es hat eine interessante Geschichte und verschiedene Anwendungen in der digitalen Kommunikation.
Erklärung: At-Zeichen
Das At-Zeichen (auch Adresszeichen genannt) ist eines der am häufigsten genutzten Sonderzeichen weltweit. Es findet sich auf jeder physischen und digitalen Tastatur. Umgangssprachlich wird es auch als Affenschaukel, Affenschwanz oder Klammeraffe bezeichnet. In E-Mail-Adressen trennt es den Benutzernamen von der Domain (Internetadresse) und wird auch in Chats und sozialen Medien verwendet, um Nachrichten an bestimmte Empfänger zu adressieren.
Entstehung und Geschichte
Die Ursprünge des At-Zeichens sind vielfältig. Es wird vermutet, dass es auf christliche Mönche im Mittelalter zurückgeht, die es als Abkürzung für das lateinische Wort „ad“ verwendeten, was „an“, „bei“ oder „zu“ bedeutet. Eine andere Theorie besagt, dass es als Abkürzung für „each at“ (deutsch: „jeweils zu“) diente. Im 19. Jahrhundert wurde das At-Zeichen in Nordamerika als kaufmännisches Symbol populär. Ray Tomlinson verwendete es 1971 erstmals in E-Mail-Adressen, um Benutzer und Organisationen zu trennen.
Verwendung in E-Mails
Das At-Zeichen ist entscheidend für die Struktur von E-Mail-Adressen. Es ermöglicht die klare Trennung zwischen dem Lokalteil (Benutzername) und dem Domänenteil (z. B. firma.de). Der Mailserver kann so die E-Mail korrekt zuordnen.
Verwendung in der Kommunikation
In Chats und Online-Foren wird das At-Zeichen verwendet, um Personen direkt anzusprechen. Es wird dem Namen der Person vorangestellt (z. B. @Max.Mustermann). Diese Funktion ist in vielen Messenger-Diensten und sozialen Medien integriert, um Benachrichtigungen über Erwähnungen zu ermöglichen.
At-Zeichen in der DIN 5008
Die DIN 5008 regelt die Verwendung des At-Zeichens in der elektronischen Kommunikation. Es wird an den Zeilenanfang gestellt, gefolgt von einem Leerzeichen, dem Namen der Person und einem Doppelpunkt (z. B. „@ Herr Mustermann: Die Nachricht“).
Verwendung in Programmiersprachen
Das At-Zeichen hat auch in der Informatik Bedeutung. In der Programmiersprache BASIC diente es als Operator für Positionsangaben. In PHP wird es verwendet, um Fehlermeldungen zu unterdrücken. Weitere Programmiersprachen, in denen das At-Zeichen vorkommt, sind Forth, Haskell, Java, OpenVMS und Python.
At-Zeichen setzen
Das At-Zeichen kann auf verschiedenen Tastaturen eingegeben werden. Unter Windows und Linux drückt man „Q“ und „AltGr“. Auf Macs variiert die Kombination je nach Tastatur. In Deutschland sind die häufigsten Kombinationen „Alt“ + „L“ oder „Alt“ + „Umschalt“ + „1“.
Geschlechtsneutrale Schreibweise
In Spanien wird das At-Zeichen für eine geschlechtsneutrale Schreibweise verwendet, indem es sowohl den Buchstaben „a“ (weiblich) als auch „o“ (männlich) darstellt. Beispielsweise wird „Chic@s“ anstelle von „Chicas“ oder „Chicos“ verwendet.
At-Zeichen im Firmennamen
Die Nutzung des At-Zeichens in Firmennamen war anfangs problematisch, wurde jedoch ab 2004 zunehmend akzeptiert. Es sollte im Sinne von „at / bei“ verwendet werden und nicht als Ersatz für den Buchstaben „a“.
Weitere Schreibweisen
Zusätzlich zum grafischen @-Symbol existieren Schreibweisen wie [at] oder (at), die verwendet werden, um E-Mail-Adressen vor Spam zu schützen (z. B. name[at]firma.de).
Weblinks
- Es war einmal… die erste E-Mail
- Ray Tomlinson in der Internet Hall of Fame
- Das @ im Museum of Modern Art
