In Kürze: Backlinkanalyse Disavow
Die Backlinkanalyse ist ein entscheidender Prozess zur Bewertung der Links, die auf eine Domain verweisen. Ziel ist es, schädliche oder „giftige“ Links zu identifizieren und gegebenenfalls mit dem Disavow-Tool zu entwerten, um negative Auswirkungen auf das Suchmaschinenranking zu vermeiden.
Erklärung: Backlinkanalyse Disavow
Eine Backlinkanalyse umfasst die systematische Überprüfung aller Links, die auf eine bestimmte Domain (Internetadresse) verweisen. Diese Analyse dient dazu, die Qualität, Seriosität und den Nutzen der Links zu bewerten. Insbesondere „giftige Links“ oder „Spam-Links“ können das Ranking einer Webseite negativ beeinflussen und sollten daher entwertet werden. Die Durchführung einer Backlinkanalyse ist besonders wichtig, wenn eine manuelle oder algorithmische Abstrafung durch Suchmaschinen erfolgt ist. Dieser Artikel bietet Hinweise zur eigenständigen Durchführung einer Backlinkanalyse, ersetzt jedoch keine professionelle Beratung.
Schritt 1: Daten sammeln
Um eine umfassende Übersicht über die Backlinks zu erhalten, können die Google Search Console oder andere kostenlose Tools genutzt werden. Linkresearchtools bieten eine effektive Möglichkeit, schädliche Backlinks zu identifizieren. Mit der Funktion Link Detox werden die Links automatisch kategorisiert und können über eine API (Application Programming Interface) in der Google Search Console entwertet werden.
Schritt 2: Links auswerten
Nachdem alle Links gesammelt wurden, sollten potenziell schädliche Links identifiziert werden. Achten Sie dabei auf folgende Kriterien:
- Hat die verlinkende Seite ein Impressum?
- Muss ein AdBlocker installiert werden, um auf den Inhalt der Seite zuzugreifen?
- Ist der Inhalt der Seite hochwertig?
- Würde man selbst auf diese Seite verlinken wollen?
- Passt die Seite thematisch zur eigenen Webseite?
- Wie wird man selbst verlinkt?
- Welcher Ankertext wird verwendet?
- Steht der Link im Head, Body oder Footer-Bereich?
- Ist der Link Sidewide?
- Bietet der Link einen Mehrwert für den Nutzer?
- Wie natürlich ist die Verlinkung im Text?
- Wie wirkt die Seite insgesamt? Ist die Intention ehrlich?
Ein signifikantes Missverhältnis zwischen der verlinkenden Seite und der gesamten Domain sollte ebenfalls berücksichtigt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website.
Schritt 3: Kontrolle durch SEO-Experten
Nachdem alle potenziell schädlichen Links identifiziert wurden, sollten diese von mindestens einer weiteren Person, die sich mit SEO auskennt, überprüft werden.
Schritt 4: Disavow-Tool verwenden
Sind alle giftigen Links identifiziert, können sie in einer .txt-Datei im Google Disavow Tool hochgeladen werden. Ein Beispiel für eine solche Liste könnte wie folgt aussehen:
- Alle Backlinks auf /unterseite2 werden entwertet: HTTP://www.beispiel.de
- Alle Backlinks auf der Startseite werden entwertet: domain: beispiel.com
Wichtig: Das Disavow-Tool sollte nur in Absprache mit einem erfahrenen SEO-Experten verwendet werden. Weitere Informationen zum Disavow-Tool finden Sie hier.
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