In Kürze: MSN (Microsoft Network)
MSN ist ein von Microsoft betriebenes Webportal, das Nachrichten und verschiedene Dienste bündelt. Trotz eines Rückgangs an Nutzern bleibt es eines der größten Webportale weltweit. Die Plattform bietet eine Vielzahl an Funktionen, darunter Nachrichtenaggregierung, Zugriff auf Microsoft-Dienste und eine integrierte Suchmaschine.
Was ist MSN?
MSN (Microsoft Network) ist ein umfassendes Webportal, das von Microsoft betrieben wird. Es präsentiert Nachrichten aus verschiedenen Quellen und verknüpft zahlreiche Microsoft-Dienste. Trotz eines Rückgangs an Nutzern in den letzten Jahren ist MSN nach wie vor eines der größten Webportale, vergleichbar mit Yahoo! und AOL.
Der Aufbau von MSN
Die Startseite von MSN fungiert als News-Aggregator, der Nachrichten nach Kategorien wie Sport, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung sortiert. Nutzer können direkt auf der Webseite auf verschiedene Microsoft-Anwendungen zugreifen, darunter:
- Outlook – E-Mail-Dienst
- Office – Büroanwendungen
- OneDrive – Cloud-Speicher
- Bing Maps – Kartendienst
Ein zentrales Element von MSN ist die Suchmaschine, die auf Microsoft Bing basiert und zuverlässige Suchergebnisse liefert. Besonders in den USA trägt MSN zur Popularität von Bing bei.
Zielgruppe und Nutzung
MSN richtet sich an Nutzer, die Nachrichten aus aller Welt an einem Ort konsumieren möchten. Besonders für Menschen, die viele Microsoft-Dienste nutzen, ist die Plattform attraktiv, da sie eine zentrale Anlaufstelle bietet. Viele Nutzer kommen über den Microsoft Edge-Browser mit MSN in Kontakt, da die Startseite dort Nachrichten von MSN anzeigt. Aktuell ist die Webseite in 29 Sprachen und 42 Ländern verfügbar. Zudem gibt es mobile Apps für iOS und Android.
Finanzierungsmodelle
Die meisten Dienste von MSN sind kostenlos und werbefinanziert. Dazu gehören:
- Outlook.com – Kostenloser E-Mail-Dienst mit Spam-Schutz
- Office – Verfügbar in einer kostenlosen Webversion und als kostenpflichtiges Abonnement
- OneDrive – Kostenlose Nutzung bis zu einem bestimmten Speicherlimit
Einige Dienste, wie bestimmte Apps im Microsoft Store, sind kostenpflichtig.
Entwicklung und Kritik
Microsoft wurde in der Vergangenheit für die aggressive Integration von MSN in Windows kritisiert. Beispiele hierfür sind:
- Der Internet Explorer, der standardmäßig Links zu MSN-Diensten enthielt.
- Hinweise zur Erstellung eines Hotmail-Kontos bei der Nutzung von Outlook Express.
- Eng verknüpfte Dienste wie MSN Music und Games.
Aufgrund von rechtlichem Druck und Nutzerfeedback entfernte Microsoft viele dieser Verknüpfungen mit Windows 7.
Onlinemarketing mit MSN
MSN kann als Plattform für Onlinemarketing genutzt werden. Unternehmen können Werbeanzeigen schalten, die auf der Startseite angezeigt werden, um ihre Inhalte zu verbreiten. Microsoft erreicht mit Outlook.com etwa 225 Millionen Nutzer und mit Xbox rund 63 Millionen, was eine breite Zielgruppe für Werbetreibende bietet.
Der MSN Messenger
Der 2003 eingeführte MSN Messenger konkurrierte mit anderen Instant Messengern und wurde später in Windows Live Messenger umbenannt. Nach der Übernahme von Skype im Jahr 2013 wurde der Dienst eingestellt, und die Nutzer wurden zu Skype migriert, das weiterhin populär ist.
« Back to Glossary Index