Wayback Machine

In Kürze: Wayback Machine

Die Wayback Machine ist ein Onlinedienst des Internet Archive, der archivierte Versionen von Websites bereitstellt. Sie wurde 1996 gegründet und bietet eine wertvolle Ressource für Forschung, Journalismus und rechtliche Angelegenheiten.

Erklärung: Wayback Machine

Die Wayback Machine ist ein Onlinedienst des Internet Archive, der Nutzern ermöglicht, archivierte Versionen von Websites (Internetseiten) einzusehen. Das Archiv wurde 1996 als gemeinnütziges Projekt ins Leben gerufen und umfasst neben den Inhalten der Wayback Machine, die 2001 gestartet wurde, auch zahlreiche weitere digitale Inhalte. Die Nutzung der Wayback Machine ist kostenfrei.

Geschichte der Wayback Machine

Die Wayback Machine begann bereits 1996 mit dem Speichern von Webseiten. Im Jahr 2001 wurde der Service veröffentlicht, und bis zu diesem Zeitpunkt waren bereits 10 Milliarden Seiten archiviert. Der Name ist eine Anspielung auf die „WABAC machine“, eine fiktive Zeitmaschine aus der Zeichentrickserie „The Rocky and Bullwinkle Show“. Laut den Gründern Brewster Kahle und Bruce Gilliat ist das Ziel der Wayback Machine die Archivierung des gesamten Internets und die Bereitstellung von Wissen für alle.

Nutzung der Wayback Machine

Die Wayback Machine ist besonders nützlich für:

  • Wissenschaftler: Forscher in den Bereichen Informationstechnologie, Bibliothekswissenschaften und Sozialwissenschaften nutzen die archivierten Daten für ihre Studien.
  • Journalisten: Sie verwenden die Wayback Machine zur Untersuchung von Websiteinhalten und zur Recherche nach alten Nachrichtenbeiträgen.
  • Wikipedia-Redakteure: Diese nutzen die Wayback Machine zur Verifizierung von Quellen.
  • Gerichte: Archivierte Webseiten haben in mehreren Fällen zur Aufklärung beigetragen, insbesondere im Patentrecht.

Seit Oktober 2019 können Nutzer nur noch fünf Anfragen pro Minute stellen.

Kritik an der Wayback Machine

In den letzten Jahren stand das Internet Archive und die Wayback Machine immer wieder in der Kritik, insbesondere in Bezug auf das Urheberrecht. Die Wayback Machine verwendet ein Opt-Out-Verfahren beim Crawlen von Inhalten, was bedeutet, dass zunächst alle Webseiten indexiert werden können. Webseitenbetreiber, die dies nicht wünschen, müssen eine Entfernung aus dem Archiv beantragen. Dies wird nach deutschem Recht als potenzielle Urheberrechtsverletzung angesehen. Betreiber können versuchen, sich durch die Konfiguration der robots.txt-Datei zu schützen, jedoch haben die Betreiber der Wayback Machine 2017 bekannt gegeben, dass der Crawler (Suchmaschinen-Roboter, der Webseiten durchsucht) zunehmend weniger Rücksicht auf diese Konfigurationen nimmt.

Wayback Machine und SEO

Die Wayback Machine kann für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Webseiten äußerst hilfreich sein. Beispielsweise kann sie bei einem Rückgang im Ranking (Platzierung in Suchergebnissen) zur Ursachenforschung beitragen. Der Code älterer Versionen einer Website kann mit der aktuellen Version verglichen werden, um Schwachstellen zu identifizieren. Auch bei einer Abstrafung durch Google können mögliche Fehlerquellen aufgedeckt werden. Im Linkmanagement unterstützt das Archiv Betreiber von Webseiten und SEO-Experten dabei, fehlerhafte oder tote Links zu finden, da viele fehlerhafte Links das Ranking einer Website negativ beeinflussen können. Bei Duplicate Content (Inhalt) lässt sich mithilfe der Wayback Machine nachweisen, dass bestimmte Inhalte bereits zu einem früheren Zeitpunkt existiert haben.

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