In Kürze: Conversion Funnel
Der Conversion Funnel beschreibt die verschiedenen Phasen, die ein Nutzer durchläuft, bevor er eine gewünschte Handlung, wie den Kauf eines Produkts oder die Buchung einer Dienstleistung, abschließt. Er ist ein zentrales Element der Webseiten-Optimierung, da er hilft, die Nutzerreise zu analysieren und die Conversion-Rate zu steigern.
Erklärung: Conversion Funnel
Der Conversion Funnel, auch als Umwandlungstrichter bekannt, bezeichnet die festgelegten Stationen, die ein Nutzer (englisch: User) bis zur Conversion, also bis zu einem Kauf oder einer Buchung, durchläuft. Der Begriff „Funnel“ (dt. „Trichter“) verdeutlicht, dass sich mit jedem Schritt hin zur Conversion die Anzahl der Nutzer verringert, da es auf dem Weg zahlreiche Ausstiege gibt. Die schmale Trichteröffnung zeigt somit die „verbleibenden“ Nutzer, die an dieser Stelle zu Käufern geworden sind. Der Conversion Funnel ist entscheidend für die Webseiten-Optimierung, da der Erfolg anhand steigender Conversions gemessen wird.
Stationen im Conversion Funnel
Der Conversion Funnel kann in verschiedene Phasen unterteilt werden, deren Art und Anzahl von mehreren Faktoren abhängt, wie z.B.:
- der Seitenstruktur
- dem Produkt oder der Dienstleistung
- den definierten Conversion-Zielen
- den Schritten, die zur Conversion führen
Beispielhafte Phasen im Conversion Funnel könnten wie folgt aussehen:
- Nutzer gelangen über die organische Suche auf eine Produktseite.
- Nutzer klicken auf eine weitere Seite für weiterführende Informationen.
- Nutzer klicken die Handlungsaufforderung „Kaufen“ an.
- Warenkorb/Ausführung der Bestellung.
- Kaufabschluss.
Im Verlauf dieser Phasen reduziert sich die Anzahl der Nutzer, da in jedem Schritt Personen „aussteigen“. Dies ist ein natürlicher Prozess und muss nicht negativ interpretiert werden. Gründe für das Aussteigen können Unsicherheiten bezüglich des Kaufs, Preisvergleiche oder Zeitmangel sein. Daher ist es wichtig, die einzelnen Schritte des Conversion Funnels, auch Micro Conversions genannt, genau zu analysieren.
Conversion Funnel mit Webanalyse-Tools überprüfen
Der Begriff „Funnel“ ist nicht ganz zutreffend, da bei einem Trichter alles, was oben hineingeworfen wird, auch durch die engere Öffnung gelangt. Der Conversion Funnel hat vielmehr zahlreiche Löcher, da die Nutzer nicht einfach verschwinden, sondern einen anderen Weg einschlagen. Webanalyse-Tools wie Google Analytics oder etracker bieten eine gute grafische Darstellung und ermöglichen es, die Bewegungen der Nutzer nach dem Verlassen des Trichters nachzuvollziehen. Voraussetzung ist, dass die einzelnen Schritte des Trichters und das Conversion-Ziel definiert sind.
Möglichkeiten zur Conversion Funnel Optimierung
Die Conversion-Rate gibt an, wie hoch der Anteil der kaufenden Besucher ist, liefert jedoch allein keine Ansatzpunkte zur Analyse oder zur Festlegung von Optimierungsmaßnahmen. Durch die Analyse des Conversion Funnels können Sie erkennen, an welcher Stelle Nutzer abspringen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Mögliche Optimierungsmaßnahmen sind:
- Die Anzahl der Schritte zur Conversion reduzieren – je weniger Klicks erforderlich sind, desto besser.
- Besonders hohe Absprungraten analysieren – möglicherweise gibt es Probleme im Online-Formular oder der Call-to-Action Button ist nicht ausreichend sichtbar.
- Nutzer direkt von der Anzeige oder der Landingpage ohne Umwege zum Produkt führen.
- Bestellformulare vereinfachen – so kurz und übersichtlich wie möglich gestalten, Pflichtfelder deutlich kennzeichnen.
