ROAS

In Kürze: ROAS

Der Return on Ad Spend (ROAS) ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung der Rentabilität von Online-Werbekampagnen. Er hilft Unternehmen, die Effektivität ihrer Anzeigen zu messen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um Kosten zu minimieren und den Umsatz zu maximieren.

Erklärung: ROAS

Was ist ROAS? Der ROAS, kurz für „Return on Ad Spend“ (deutsch: Zurückführen auf die Werbeausgaben), ist eine Kennzahl, die es Unternehmen ermöglicht, die Rentabilität ihrer Online-Werbung zu bewerten. Unternehmen schalten Werbeanzeigen auf Plattformen wie Facebook oder Google, um Kunden zu erreichen und Leads sowie Verkäufe zu generieren. Die Überwachung der Rentabilität dieser Maßnahmen ist entscheidend, um ineffektive Kampagnen zu optimieren oder abzubrechen und somit unnötige Kosten zu vermeiden.

Unterschied zwischen ROAS und ROI

Der ROAS unterscheidet sich vom ROI (Return on Investment, Kapitalrendite), da er sich spezifisch auf die Leistung einzelner Werbekampagnen konzentriert. Während der ROI das allgemeine Verhältnis von Kosten und Umsatz eines Unternehmens darstellt, betrachtet der ROAS nur das Verhältnis zwischen Werbeausgaben und Umsatz, ohne den Gewinn zu berücksichtigen. Dies kann dazu führen, dass der ROAS positiv ist, während der ROI negativ ausfällt.

Berechnung des ROAS

Der ROAS wird berechnet, indem der Umsatz einer Werbekampagne durch die dafür aufgewendeten Kosten (Adspend) geteilt wird. Die Formel lautet:

ROAS = (Umsatz / Werbekosten) * 100

Beispiel: Ein Onlineshop für Autoreifen erzielt durch eine Google-Anzeige einen Umsatz von 60.000 Euro bei Werbeausgaben von 10.000 Euro. Der ROAS beträgt somit 600%, was bedeutet, dass für jeden investierten Euro ein Umsatz von 6 Euro generiert wurde.

Wichtigkeit des ROAS

Ein positiver ROAS-Wert allein sagt jedoch nichts über den Gewinn aus, da wichtige Kosten wie Einkaufs- oder Herstellungskosten, Website-Kosten und Kampagnenverwaltung nicht berücksichtigt werden. Generell gilt: Je höher der ROAS, desto effektiver ist die Kampagne. Dennoch kann ein niedriger ROAS in Branding-Kampagnen akzeptabel sein, wenn das Ziel die Markenbekanntheit ist.

Ziel-ROAS in Google Ads

Werbetreibende können in Google Ads die Gebotsstrategie „Ziel-ROAS“ wählen, um einen angestrebten ROAS festzulegen. Google schlägt basierend auf historischen Konversionsdaten einen realistischen Wert vor und passt die Gebote entsprechend an, um diesen Zielwert zu erreichen.

Bewertung des ROAS

Ein guter ROAS hängt von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Marge der verkauften Produkte. Ein ROAS von 400% kann bei einer Marge von 15% katastrophal sein, während er bei einer Marge von 70% als sehr gut gilt. Daher sollte immer das Gesamtbild betrachtet werden.

Fragen, die der ROAS beantworten kann

  • Welche Anzeigen liefern Conversions, welche nicht?
  • Welche Keywords/Anzeigengruppen bringen den meisten Umsatz?
  • Entwickelt sich die Effektivität der Werbemaßnahmen positiv oder negativ?
  • Bei welchen Keywords/Anzeigengruppen sollte das Budget oder der CPC erhöht werden?
  • Welche Keywords/Anzeigengruppen sollten aussortiert oder beendet werden?

Nutzung des ROAS im Online-Marketing

Im Gegensatz zu anderen Kennzahlen wie dem ROI setzt der ROAS Umsatz und Werbeausgaben in ein Verhältnis. Dies ermöglicht es, den monetären Erfolg einzelner Anzeigen oder Anzeigengruppen zu analysieren und diese hinsichtlich ihrer Performance zu optimieren oder bei mäßigem Erfolg abzulehnen.

Weblinks

ROAS bei Facebook Ads: Zur offiziellen Website

Videos

ROAS im Detail erklärt:

« Back to Glossary Index