Seeding

In Kürze: Seeding

Seeding bezeichnet die gezielte Verbreitung von Inhalten, um die Bekanntheit einer Marke zu steigern. Durch den Einsatz von Influencern und sozialen Medien wird Vertrauen geschaffen und die Reichweite erhöht. Der Erfolg wird durch die Dokumentation und Evaluation der Kampagne gemessen.

Erklärung: Seeding

Was ist Seeding? Unter Seeding verstehen wir die gezielte Verbreitung von Informationen und Inhalten. Der Begriff stammt aus dem Viral Marketing und leitet sich vom englischen Wort „to seed“ ab, was „aussäen“ bedeutet. Seeding ist ein entscheidender Schritt im Prozess des Content Marketings, der über den Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne entscheidet.

Die Bedeutung eines Netzwerks

Ein starkes Netzwerk und die Identifikation relevanter Influencer sind entscheidend, um die Bekanntheit einer Marke zu steigern. Einmal gewonnene Kontakte müssen gepflegt werden, um auch in Zukunft von der Community profitieren zu können. Beim viralen Seeding erhalten Nutzer einen Mehrwert oder Unterhaltung, was sie dazu motiviert, die Inhalte zu teilen. Dies kann in Form von Texten, Bildern oder Videos geschehen. Dieses Geben und Nehmen schafft Nutzen für alle Beteiligten.

Wo Inhalte verbreiten?

Die klassische Form der bezahlten Werbung steht immer zur Verfügung. Der wahre Anreiz besteht jedoch darin, sich das Seeding zu verdienen. Wenn Blogger und Fans in sozialen Medien Inhalte teilen, geschieht dies nicht aus betriebswirtschaftlichen Gründen, sondern weil die Inhalte es wert sind. Dies schafft Vertrauen und führt zu sogenanntem Social Proof, was die Kaufentscheidungen positiv beeinflusst.

Strategien für erfolgreiches Seeding

Der erste Schritt besteht darin, die Zielsetzung der Kampagne zu definieren und die Zielgruppe klar zu identifizieren. Die Auswahl der passenden Medien, Multiplikatoren und Meinungsführer ist entscheidend. Relevante Influencer zu gewinnen, erfordert Fingerspitzengefühl. Die Kommunikationskanäle sind vielfältig, und die richtige Auswahl entscheidet über den Erfolg.

Einfaches vs. erweitertes Seeding

  • Einfaches Seeding: Veröffentlichung auf eigenen Kanälen; erfordert starken Inhalt, der zum Selbstläufer wird, jedoch keine große Reichweite erzielt.
  • Erweitertes Seeding: Gezielte und geplante Verbreitung; Multiplikatoren werden angeregt, die Inhalte auf ihren Kanälen zu teilen.

Content Partner

Bei der Erstellung von Inhalten ist es vorteilhaft, kompetente Partner an seiner Seite zu haben. Diese Partner können wertvolle Ressourcen und Perspektiven einbringen, die ohne ihre Expertise nicht verfügbar wären. Auch sie haben ein Interesse daran, den gemeinsam erstellten Content zu verbreiten.

Seeding via E-Mail

Wenn Sie Multiplikatoren per E-Mail kontaktieren, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Persönliche Anrede: Vermeiden Sie austauschbare Massen-E-Mails.
  • Aussagekräftiger Betreff: Der Empfänger sollte nicht das Gefühl haben, Spam zu erhalten.
  • Präziser Inhalt: Der Leser erwartet ein konkretes Angebot und muss den Mehrwert des Seedings erkennen.
  • Call to Action: Eine klare Handlungsaufforderung steigert den Anreiz zu handeln.

Beispiel für erfolgreiches Seeding

Im August 2014 machte die Ice Bucket Challenge weltweit Schlagzeilen. Millionen Menschen kippten einen Eimer mit eiskaltem Wasser über ihren Köpfen und nominierten anschließend drei weitere Personen. Die Teilnahme vieler Prominenter steigerte den Bekanntheitsgrad der Kampagne erheblich. Facebook verzeichnete über 17 Millionen Videos. Diese Aktion unterstützte die ALS Association und lenkte die Aufmerksamkeit auf die unheilbare Nervenkrankheit.

« Back to Glossary Index